Schokoladensoufflé – oder ein kleiner intrapersoneller Konflikt

Schon seit Wochen schwirrten ein und dieselben Gedanken in meinem Kopf herum. Alles kreiste um Schokoladensoufflés. Warme Küchlein mit einem flüssigen Kern. Wie der perfekte Mann sollen sie sein: Außen hart, innen weich, zartschmelzend und heiß. Mmmhh einfach unwiderstehlich.
Doch dafür brauchte ich einen perfekten Anlass. Gesucht und gefunden: Ostern.
Ich kann euch verraten das Warten hat sich gelohnt oder um es mit den galanten Worten meines Mitessers auszudrücken „einfach geil“. Das lassen wir jetzt mal so stehen.

Das tolle an diesem Rezept ist, dass man es wunderbar vorbereiten kann, wenn Gäste kommen.IMG_6415

Und so einfach geht’s:
Am Tag vor dem großen Schokosoufflé-Ereignis Schokolade gemeinsam mit Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen, damit nichts anbrennt. Man kann es natürlich auch über einem Wasserbad schmelzen. Kurz rühren, damit eine glatte Masse entsteht.
Währenddessen Eier mit Zucker schaumig schlagen. Alle mit Küchenmaschine können sich glücklich zurücklehnen während die Maschine die Arbeit übernimmt, für alle anderen heißt es mixen, mixen, mixen! Die Zucker-Ei-Masse sollte sehr hellgelb sein und ihr Volumen vergrößert haben. Zuerst das Mehl unterrühren und dann die Schoko-Butter-Masse hinzufügen. Solange rühren bis der Teig glatt ist.
Danach wandert er mit Klarsichtfolie abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank.

Am großen Tag nehmt ihr einfach die Schüssel aus dem Kühlschrank und lasst diese einige Zeit stehen, damit der Teig wieder geschmeidig wird.
Backofen auf 190°C vorheizen und ein Muffinblech einfetten. Pro Mulde einen dünnen Streifen Backpapier hineinlegen. Damit lassen sich die Küchlein später hervorragend herausnehmen. Der Teig kann nun in die Mulden gefüllt werden. Diese vollständig befüllen, da die Küchlein beim Backen nicht aufgehen.

Im Ofen werden sie 9 Minuten gebacken. Das kann aber von Ofen zu Ofen unterschiedlich sein, also habt ein Auge auf sie während dem Backen. Das Soufflé ist dann fertig , wenn der Rand gebacken ist und in der Mitte ein flüssiges „Auge“ ist. (Wie auf meinem Bild)

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Aus dem Ofen holen, mit Früchten und Vanilleeis anrichten und schnell genießen.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich hatte riesige Probleme diesen Traum aus Schokolade zu fotografieren.
Es duftete umwerfend, das Eis begann zu schmelzen und meine Begierde war riesig. Ein innerer Konflikt brach in mir aus. Zum Einen wollte ich das Ergebnis fotografisch festhalten, um es mit euch teilen zu können. Was sind schon Rezepte ohne Fotos? Zum Anderen wollte ich aber auch dieses Schokoladensoufflé unbedingt essen – und zwar schnell!

Ich wählte eine Kompromisslösung. Zwei schnelle Fotos und dann schlemmen was das Zeug hält!

Im Voraus habe ich viel recherchiert. Da hieß es oft, es sei unmöglich einen flüssigen Kern hinzubekommen und beim ersten Versuch schon gar nicht. Außerdem wollte ich kein Rezept verwenden bei dem der Teig anfrieren musste, da man das Dessert dann bei Gästen nicht gut vorbereiten kann. Dieses Rezept ist ganz anders und zudem noch total einfach. Außerdem hat es bei mir auf Anhieb geklappt.

Zutaten (für 6 Soufflés)

80g dunkle Schokolade

80g Butter

3 Eier

70g Zucker

45g Mehl

Beeren

Vanilleeis

Ich wünsche euch eine wundervolle Woche!

Zuckersüße Grüße, Stephi

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Bio Blutorangenmousse – oder ein perfekter Sonntag braucht eine Nachspreise

Nachdem es letzten Sonntag kein Dessert gab, motzte ein Mitesser in höchsten theatralischen Tönen, dass ein Sonntag uuuuunbedingt eine Nachspeise brauche, ansonsten sei es kein richtiger Sonntag. Ich sollte ihm wohl eine Theaterkarriere vorschlagen. Aber es hat gewirkt, denn das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Natürlich nicht.

Blutorangenmousse

Zubereitung:
Für das Mousse Gelatine einweichen, währenddessen (Blut-)orangen auspressen und in einem Topf erwärmen und Gelatine einrühren.
Eigelb mit Zucker schaumig schlagen und die Orangen-Gelatine-Masse einrühren. Wer mag kann noch Orangenlikör einrühren.
Schlagobers (Sahne) steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
Schöne Dessertgläser suchen und diese mit dem noch flüssigen Mousse befüllen. Das ganze wandert nun für ein paar Stunden in den Kühlschrank, bevor man es in seiner vollen Pracht genießen kann.

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Für die Soße wird (Blut-)orangensaft mit Stärke aufgekocht, um ein wenig einzudicken. Abkühlen lassen und mit dem Mousse vereinigen.

Et voilà, fertig ist ein köstliches Dessert.

BlutorangenmousseSpruch

Das nächste mal würde ich, um den Orangengeschmack zu verstärken noch den Abrieb einer Schale hinzufügen und die Zuckermenge ein wenig reduzieren.

An alle nicht-Vampire: das Ganze schmeckt  natürlich auch ohne Blut!

IMG_6315PICASA

Da das auch ganz zufällig, aber hervorragend zu Lunas Event passt, möchte ich hiermit dieses köstliche Rezept einreichen.

Blogevent Eier

Zutaten:

Mousse:4 Blatt Gelatine
250ml (Blut-)orangensaft, frisch gepresst
2 Eidotter
75g Zucker
250ml Schlagobers (Sahne)
evtl. Orangenlikör

Soße:
250ml (Blut-)orangensaft
1 EL Speisestärke
evtl. Zucker zum Süßen